Introduction
Mein Name ist Dr. med. Yesser Falk. Ich bin Arzt in Weiterbildung in Berlin und mache derzeit meine Facharztausbildung in Dermatologie. Ich liebe lesen, schreiben, schwimmen, laufen, wandern, kochen, Fitness, Bodybuilding, und Tiere, insbesondere Hunde 🐕.
Meine Lieblingsphilosophen sind John Stuart Mill, Friedrich von Hayek, Michael Sandel und Milton Friedman. Zu meinen Lieblingsautoren gehören Malcolm Gladwell, Yuval Noah Harari, Atul Gawande, Nassim Taleb, Eric Topol und, ob du es glaubst oder nicht, Arnold Schwarzenegger. Meine Lieblingspodcasts sind: Revisionist History, Huberman Lab, On Purpose with Jay Shetty, The Drive und The Diary of a CEO.
Ausbildung
Ich habe mein Medizinstudium 2021 abgeschlossen. Studiert habe ich an zwei sehr bekannten medizinischen Fakultäten in Deutschland: an der Philipps-Universität Marburg und der Charité Universitätsmedizin in Berlin, wo ich 2021 meinen Abschluss machte.
Während meines Studiums erhielt ich ein Stipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung, das an talentierte und engagierte Studierende vergeben wird. Das Stipendium bedeutet für mich weit mehr als nur finanzielle Unterstützung. Viel wichtiger ist das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein, die ähnliche Werte teilt und neue Perspektiven lehrt. Es ist ein Ort zum Austauschen und debattieren. Während ich an der Uni über Medizin gelernt habe, habe ich durch das Stipendium, viel über Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kommunikation gelernt und aber auch über mich selbst.
Startups
Startups Schon während meines Medizinstudiums wollte ich mehr machen als nur klinisch tätig zu sein. Also begann ich, nach Startups zu suchen. Das erste medizinische Startup, bei dem ich mitarbeitete, produzierte Podcasts für Medizinstudierende und Ärzte, die im Abo verkauft wurden. Weil ich die Podcasts sehr mochte, schrieb ich dem Gründer eine E-Mail und fragte, ob ich als Werkstudent unterstützen könnte. Nach einem kurzen Telefoninterview fing ich an. Nach wenigen Monaten lernte ich meine erste Lektion über Startups: Ein cooles Produkt bedeutet nicht automatisch, dass das Unternehmen auch gut funktioniert. Bald suchte ich nach anderen medizinischen Startups und wurde Teil eines der größten Telemedizin-Anbieter Europas—einer schwedischen Firma, die gerade nach Deutschland expandierte. Sie hatten eine große Finanzierung erhalten und bauten ein Team für den deutschen Markt auf. Meine Aufgabe war es, eine SEO-Datenbank für Gesundheitsinformationen aufzubauen. Dort lernte ich viel über Machtstrukturen in Startups, Interessenkonflikte, Unternehmenskultur. Außerdem erkannte ich, wie schwer es ist, im deutschen Gesundheitsmarkt Fuß zu fassen.
Im letzten Jahr meines Studiums 2021 wollte ich eine wichtigere Rolle einnehmen und begann, nach Positionen als Mitgründer oder Chief Medical Officer (CMO) zu suchen. Ich fand ein kleines Startup, das gerade eine staatliche Förderung (Berliner Startup-Stipendium) erhalten hatte. Wir waren ein Team von drei Personen, ich wurde Mitgründer und CMO. Es war perfekt: Wir entwickelten eine App für Patienten mit Herzerkrankungen und wollten diese als Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) zertifizieren lassen. DiGAs werden von gesetzlichen Krankenkassen finanziert—ein enormes Potenzial, denn etwa 90% der Deutschen sind gesetzlich versichert (rund 74,9 Millionen Menschen, Stand März 2024).
Aber hier ist das Problem: Die Zertifizierung einer DiGA ist teuer und dauert lange—durchschnittlich zwei Jahre und kostet Hunderttausende Euro. Man muss in randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) beweisen, dass die App messbar besser als andere Lösungen ist. Diese “messbaren” Ergebnisse beruhen meist auf subjektiven Fragebögen, wie etwa: „Wie viel besser fühlen Sie sich heute im Vergleich zur letzten Woche?“. Das wirft die Frage auf, wie effektiv solche Apps wirklich sind. Hinzu kommt, dass DiGAs oft unverhältnismäßig teuer sind (zwischen 240€ und 750€ pro Quartal). Welcher Patient zahlt freiwillig mindestens 80€ pro Monat für eine App? Viele Startups mit zertifizierter DiGA sind deswegen bankrott gegangen, weil Ärzte kaum bereit sind, diese zu verschreiben.
Hier ein Artikel aus der Harvard Business Review zu diesem Thema (erschienen 2020): https://hbr.org/2020/12/want-to-see-the-future-of-digital-health-tools-look-to-germany
Forschung
Wenn du bis hierhin gelesen hast, weißt du, dass ich Medizin und Startups mag. Aber was ist mit Forschung? Ich habe meine Promotion in Public Health abgeschlossen. Dabei habe ich eine neue Methode entwickelt, um vermeidbare Todesfälle zu messen—die sogenannten normativen Lebenstabellen. Diese bilden eine ideale Lebenserwartung für Patienten mit bestimmten Krankheiten und demographischen Merkmalen ab. Zum Beispiel sollte ein 50-jähriger Mann mit COPD in den USA idealerweise noch 21,01 Jahre leben. Warum ist das wichtig? Weil man so Defizite in der Gesundheitsversorgung mit relativ einfachen demographischen Daten aufzeigen kann. Das hilft, gezielt Verbesserungen vorzunehmen, ohne Millionen Dollar in Forschung zu investieren.
Hier ein Link zu meiner Dissertation: https://archiv.ub.uni-marburg.de/ubfind/Record/urn:nbn:de:hebis:04-z2023-0363?sid=226329
Laborerfahrung? Während meines Studiums war ich Tutor für Biochemie und Mikrobiologie. Ich hatte sogar ein eigenes Labor in der Biochemie. In Mikrobiologie haben wir Bakterien untersucht und analysiert. Ich liebte es, Experimente durchzuführen und Neues zu lernen.
Zukunftspläne
Ich möchte komplexe Themen verständlich machen und das Wissen aus tollen Studien weitergeben.
Persönliches Leben und kultureller Hintergrund
Geboren und aufgewachsen bin ich in Damaskus, Syrien. Mit 17 Jahren schloss ich dort die Schule mit einer der besten Noten in der Stadt ab. Mein Ururgroßvater war ein einflussreicher Arzt und Politiker, der die medizinischen Fakultät an der Universität Damaskus mitgegründet hat. Mit 19 Jahren beantragte ich ein Studentenvisum und kam nach Deutschland, um Medizin zu studieren. 2021 wurde ich deutscher Staatsbürger.

Dr. Abdulkader Zahraa (1883-1956)
(Mein Urgroßvater)
Ich glaube, jede Lebensphase hat ihre eigene Geschichte. In der ersten Phase meines Lebens war ich ein junger Syrer in Damaskus. Nach meinem Umzug nach Deutschland trat diese Geschichte in den Hintergrund. Neue Geschichten entstanden: Student sein, eine neue Sprache und Kultur lernen, Freunde finden und Teil der Gesellschaft werden. Nach dem Medizinstudium und Beginn meines Berufs kamen neue Fragen auf: Was will meine Seele wirklich? Was ist meine Rolle in dieser Welt? Dies ist die Reise, auf die ich dich in diesem Blog mitnehme.
Wenn du Fragen hast, schreib mir gern jederzeit: yesser.falk@gmail.com Sei nicht schüchtern.



